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Mallette
pédagogique pour les assistants d'allemand à l'école
primaire
Einleitung
Die Richtlinien
Die Prinzipien
und Inhalte des Fremdsprachenunterrichts in der Grundschule (CM1 und CM2),
und insbesondere des Deutsch-unterrichts, werden im Erlass Nr. 99-176
vom 4.11.1999, der im Bulletin
Officiel vom 11.November 1999 veröffentlicht wurde, beschrieben
und näher aufgeführt. Dieser Erlass unterstreicht den Vorrang der mündlichen
Sprache und stellt explizit die Lernziele dieses Unterrichts dar:
- bei den Schülern gilt es, das Hörverständnis,
vorwiegend im Bereich der mündlichen Sprache, zu entwickeln (
);
- die Schüler sollen trainiert werden, alle Charakteristika, die
der mündlichen Sprache angehören, zu hören, wahrzunehmen,
zu erkennen, zu wiederholen und anzuwenden (...);
- die Schüler sollen sich, mit dem Ziel sich sprachlich aus-zudrücken,
in einfachen, abwechslungsreichen, motivierenden und für sie sinnvollen
Sprechsituationen grundlegende Sprechakte aneignen; dabei sollte jede
Gelegenheit zu einem landeskundlichen Ansatz genutzt werden;
- die Schüler sollen Sprachbewusstheit erwerben: Hypothesen testen,
sprachliche Regularitäten finden, Zusammenhänge erstellen, usw.
- die Schüler sollen sensibilisiert werden, mit den Realitäten
einer "fremden Welt" umzugehen und sich der Relativität
der Sitten und Bräuche bewusst werden.
Es folgen
pädagogische Anweisungen bezüglich der Rolle des Lehrers, die
darin besteht:
- in der Progression immer wieder das erlernte Sprachmaterial durch Wiederholungen und regelmäßige Zusammenfassungen zu festigen (
),
- nach Wirksamkeit und strengem Aufbau zu streben, ohne dabei die
spielerischen Ansätze zu vernachlässigen, die sich am
besten dazu eignen, Freude am Entdecken und am Kommunizieren zu erzeugen.
- die aktive Teilnahme der Schüler am Unterricht hervorzurufen
und gegenseitige Hilfestellung und Interaktion zu unterstützen,
- den Schülern ihre Fortschritte und die gewünschten
Verbesserungen bewusstzumachen,
- Fehler zu entdramatisieren und positiv zu nutzen.
Darüber
hinaus bemüht sich der Lehrer, in allen Sprechsituationen:
- künstliche Situationen zu vermeiden,
- die Aufmerksamkeit auf die Fremdsprache zu steigern und zu halten,
- den Wunsch sich auszudrücken anzuregen, sowie die Freude zu sprechen,
- den Spaß am Entdecken aufrechtzuerhalten.
Der Vorrang
der mündlichen Kommunikation wird nochmals hervorgehoben.
Lese- und Schreibübungen sollten nur unter zwei Bedingungen
in den Unterrichtsverlauf aufgenommen werden: sie müssen beschränkt
bleiben und dürfen erst nach der mündlichen Präsentation
des Sprachmaterials eingreifen. Es wird schließlich darauf hingewiesen,
dass die Leistungsbewertung ein wesentlicher Bestandteil des Arbeitsprojektes
ist, denn sie hebt das bereits Erlernte hervor, macht die Fortschritte
anschaulich, ebenso wie Lücken und Schwierigkeiten. Der Lehrer legt
ganz besonderen Wert auf die Bewertung der Aussprache: richtige Akzentsetzung
und Betonung, präzise Wiedergabe der Laute.
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Kommunikation
in der Klasse
Wenn ich
bereits den Vornamen eines Freundes kenne, frage ich ihn Wie heißt
du? Nein, sicherlich nicht! Wenn ich sehe, dass er einen roten Pullover
trägt, frage ich ihn Trägst du einen Pullover? oder:
Welche Farbe hat dein Pullover? Bestimmt nicht! Wenn ich sehe,
dass er einen Brief schreibt, frage ich ihn Schreibst du einen Brief? Sicher nicht! Wenn ich aber solche Fragen stelle, muss ich mir dessen
bewusst sein, dass sie künstlich und manchmal absurd sind, weil ich
die Antworten eigentlich schon kenne! Wenn ich diese künstlichen
Fragen in meiner Muttersprache vermeiden will, warum sollte ich sie in
einer Fremdsprache stellen?
Wenn der
Lehrer eine Frage stellt, deren Antwort er bereits kennt, "bewertet"
er. Der Lehrer braucht diese Art von Fragen von Zeit zu Zeit, aber nicht
ständig. Wenn er kommunizieren und die Schüler zur Kommunikation
anregen will, sollte er vermeiden, systematisch Fragen zu stellen oder
stellen zu lassen, deren Antwort bereits bekannt ist, denn es sind künstliche
oder einengende Fragen.
Kommunikation heißt Informationen erhalten, vermitteln, vergleichen,
einordnen. Es heißt auch, Wahrscheinlichkeiten einschätzen
und Schlussfolgerungen ziehen. Das heißt Strategien einsetzen, die
es erlauben, mit einem minimalen Wortschatz soviel wie möglich zu
verstehen und auszudrücken. Kommunikation heißt die Angst überwinden,
Fehler zu machen, nicht alles zu verstehen, oder nicht verstanden zu werden.
Es heißt, Risiken eingehen, vorwegnehmen und Hypothesen aufzustellen.
Kommunikation heißt aber auch, dass die Gestik, das Pantomimische
und die Betonung den Sinn unterstreichen oder klarstellen.
Der Lehrer
sollte den Schüler - auch in der Anfangsphase des Erlernens - in
einfache jedoch reale Sprechsituationen versetzen. Er muss ihm die Anwendung
von Kommunikationsstrategien vermitteln und darf sich nicht auf Wiederholung
und imitative Inhaltswiedergaben beschränken. Die Wiedergabe und
Wiederholung von Sprachelementen sind in einer bestimmten Lernphase notwendig,
aber sie sollten dem Schüler um so mehr ermöglichen, diese Elemente
in Hinsicht auf den persönlichen Ausdruck wiederzuverwenden:
Der Schüler soll über sich selbst sprechen, über seine
Gefühle, seine Interessen, seine Beschäftigungen: die Realität
der Kinder, ihre Erfahrungswelt (oder ihre Phantasie) erzeugen die interessantesten
Lernsituationen. Der Lehrer hingegen, der versucht, einen auswendiggelernten
Sketch oder Dialog im Unterricht wieder einzusetzen, macht sich die Sache
schwer, da diese Art von Anwendung des Erlernten für den Schüler
wenig motivierend ist.
Es geht
darum, eine Sprache zu erlernen
um sich ihrer zu bedienen, um Aufgaben
zu erfüllen, um zu handeln, zu überzeugen,
In dieser
funktionalen und praktischen Dimension des Sprachunterrichts wird von
kommunikativen Funktionen gesprochen. Das Erlernen dieser Funktionen erfolgt
durch Aktivitäten, in denen die Sprache aktiv benutzt
wird. Dieses aktive Einsetzen der Sprache fördert die Interaktion zwischen den Schülern: Partnerarbeit und Gruppenarbeit sind dann
die üblichen Arbeitsformen in der Klasse. Der Austausch von Schüler
zu Schüler erhöht die Sprechzeit und die Autonomie der Schüler.
Der Lehrer wird somit zum Moderator": er führt die Sprechsituationen
ein, startet die Aktivitäten, die dann von den Schülern weitergeführt
oder adaptiert werden.
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Verlauf
einer Unterrichtsstunde
Um den in
den Richtlinien beschriebenen Lernzielen nachzukommen, könnte eine
Unterrichtsstunde von 45 Minuten folgendermaßen eingeteilt werden:
30 bis 35 Minuten Hören und Sprechen:
1. Präsentation des neuen Sprachmaterials (Vokabular
und Strukturen) durch aktives Hörverstehen. Entsprechende
Übungsformen können wie folgt bezeichnet werden: Hör
zu und stelle pantomimisch dar! Hör zu und zeige! Hör zu und
folge den Anweisungen! Hör zu und zeichne! Hör zu und male aus!
Hör zu und kreuze an! Hör zu und ordne! Hör zu und mach
mit! usw. Die non-verbale Antwort (Gestik, Zeichnung, usw.) zeigt,
ob die verbale Mitteilung verstanden wurde oder nicht.
Wichtig:
Es handelt sich nicht nur darum, einzelne Wörter isoliert zu präsentieren,
sondern Strukturen, innerhalb derer diese Wörter lebendig
werden"! Eine Sprache ist mehr als nur ein Wörterverzeichnis.
2.
Praktische Anwendung und Wiederholung der Sprachelemente
durch mündliche Aktivitäten wie Gedächtnisspiele, Kimspiel,
Lieder und Reime, Ratespiele, die alle Sinne ansprechen: Hören, Sehen,
Schmecken, Tasten und Riechen, usw.
3.
Produktion der Sprachelemente (mündliche Kommunikation).
Die Schüler gehen mit dem Sprachmaterial effektiv um: sie stellen
(echte) Fragen, nehmen an Umfragen, Gruppeninterviews und Rollenspiele
teil, usw.
Anschließend 10 bis 15 Minuten Lesen und Schreiben:
4.
Präsentation der Sprachelemente durch aktives Lesen.
Entsprechende Übungsformen könnten wie folgt bezeichnet werden: Lies und ordne zu! Lies und stelle pantomimisch dar! Lies und zeichne!
Lies und mal aus! Lies und kreuze an! Lies und suche, was nicht hineinpasst!
Lies und ordne (Buchstaben eines Wortes, Wörter eines Satzes,
Sätze eines Textes, eines Liedes)! usw.
5.
Praktische Anwendung der Sprachelemente durch Schreibübungen:
die Wörter und Strukturen (ins Heft) abschreiben lassen: in der Reihenfolge,
in der die Schüler die Elemente am liebsten haben, nach Kategorien
oder Rubriken auflisten (Menus, Einkäufe, Kleider, die mitgenommen
werden, etc.), Kreuzworträtsel, Entziffern von Anagrammen, Sätze
in die richtige Reihenfolge setzen und abschreiben, usw.
6.
Produktion der Sprachelemente (schriftliche Kommunikation)
durch Aufschreiben von Umfragenergebnissen, Verfassen einfacher Gedichte,
Schreiben von Briefen oder Postkarten die untereinander ausgetauscht werden
und die auf einen eventuellen Briefwechsel mit einer deutschsprachigen
Klasse vorbereiten.
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Inhalt des Lehrersets
- Die
pädagogische Anleitung: Sie bietet eine Progression von Oktober
bis April, die landeskundliche und kulturelle Informationen über
die deutschsprachigen Länder beinhaltet, und die sich auf Unterrichtsprojekte
stützt, die in Zusammenarbeit mit dem französischen Klassenlehrer
eingeführt werden können.
Diese Anleitung
ist kein genaues Programm, das befolgt werden muss, sondern eine Reihe
von Vorschlägen, unter denen der Lehrer auswählen kann.
- Eine
Inhaltsübersicht: sie erlaubt, die kulturellen und sprachlichen
Elemente, die behandelt werden sollen, schnell zu erfassen.
- Ein Beispiel
für eine Unterrichtsstunde: es ermöglicht, die verschiedenen
Phasen einer Lektion zu verfolgen und zu zeigen, wie die Sprechzeit
des Lehrers" begrenzt sein soll: seine Aufgabe ist es nicht, die
Schüler im seinem Sprachfluss" zu ertränken, sondern
sie in Sprechsituationen zu versetzen.
- Eine
Liste von Anweisungen für den Deutschunterricht:
sie enthält einfache Anweisungen, die leicht befolgt werden können.
- 10 Bilderbogen (zum Kopieren) : sie können beim Kopieren vergrößert werden
und dabei die Präsentation des Wortschatzes erleichtern; sie können
auch bei Gruppenarbeiten oder Partnerarbeiten an die Schüler verteilt
werden, usw.
- Eine
CD mit Begleitheft: hier befinden sich andere Lieder als die bereits
in der Anleitung erwähnten Lieder und Reime.
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